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FAQ Eichenprozessionsspinner

Wissenswertes für alle (FAQ) / oft gestellte Fragen

  • Wie lange sind die Eichenprozessionsspinner gefährlich?

    Ab dem 3. Stadium bilden die EPS Setae aus, die sogenannten Brennhaare sind erst noch sehr fein (Durchmesser von 0,003-0,010 mm und Länge 0,1 – 0,25mm). Ab dem 4. Stadium sind sie dann für Mensch und Tier gefährlich. Die Brennhaare sind bis zu 10-12 Jahre gefährlich. Ein Windstoß genügt, um die feinen Härchen über Kilometer weit in der Luft zu verbreiten. Der Eichenprozessionsspinner kommt bundesweit in Eichen vor.

  • Ist der Eichenprozessionsspinner (EPS) gefährlich für unsere Hunde?

    Vor allem für Hunde ist die Raupe mit ihren Haaren (Setae) besonders gefährlich. In belasteten Gebieten reicht das umherstreifen des Hundes aus, um Brennhaare aufzunehmen. Dadurch holt man sich die Gefahr mit ins Haus. Alte Nester, die zu Boden gefallen sind, sind für den Hund ansprechend und werden meist beschnüffelt oder sogar ins Maul genommen, dies führt zu starken Schwellungen im Kopfbereich und zu schweren Verätzungen der Hundezunge. Wie bekomme ich die Brennhaare wieder aus meinem Hund? Hier hilft ihrem Tier eine ausgiebige Dusche im Garten mit ganz viel Shampoo. Ich habe meinen Hund 15 Minuten gewaschen danach ging es ihm auch besser.

  • Wann treten Symptome nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner auf ?

    Mit jeder Häutung steigt die Zahl der Gifthärchen; zwischen 400.000 – 600.000 Setae je Raupe und Stadium. Besonders viele Brennhaare gibt es dann in den Gespinsten. Die Symptome treten ganz unterschiedlich auf. Hier möchte ich gerne etwas weiter ausholen. Je nach Bekleidung, sommerlich wenig an, bedeutet das die Pustel innerhalb von Stunden auftreten können. Dickere Bekleidung bedeutet, dass die Setae etwas länger brauchen, um durch die Bekleidung zu wandern (Aber macht euch keine Sorgen, die Setae wandern und kommen durch die Kleidung – definitiv). Hier kann das gut und gerne einen ganzen Tag dauern. Meist sind unbedeckte Körperstellen schneller betroffen. Bei Frauen mit langen Haaren ist oft der Nacken betroffen.

  • Was hilft gegen den Juckreiz?

    Hier ist erstmal zu sagen wer die Ursache kennt, kann weiteres verhindern. Sofern sie mit Brennhaaren des Eichenprozessionsspinner belastet wurden (es haben sich Pusteln oder Quaddeln auf der Haut gebildet), hilft als Sofortmaßnahme eine leichte kortisonhaltige Creme, kühlen kann auch helfen. Antihistaminikatabletten helfen auch, machen aber träge. Ihre Kleidung wird wahrscheinlich immer noch belastet sein, hier muss ihre Kleidung auf mindestens 60°C gewaschen werden. Das Nesselgift, welches für die Hautreaktionen verantwortlich ist, wird hierbei deaktiviert.

  • Wie erkennt man Eichenprozessionsspinner?

    Eichenprozessionsspinner erkennen: Der Schlupf der EPS ist meist Anfang Mai, zu dieser Zeit halten sie sich in den oberen Kronen ästen auf. Mit Erreichen des 3-4 Stadiums fangen sie den Nestbau an. Im Sommer bauen sie an den Stämmen und Ästen der Eichen markante weiße, seidene Nester meist Sonnenabgewandt und hinterlassen meist weiße, seidene Spuren an den Stämmen und Ästen (Orientierungsfäden). Diese Nester und Spuren verfärben sich nach kurzer Zeit braun und sind dadurch schwerer zu erkennen.

  • Wie sehen die Raupen vom Eichenprozessionsspinner aus?

    Der Eichenprozessionsspinner ist von seinem aussehen leicht zu unterscheiden. Auf unserer Homepage sieht man zahlreiche Bilder. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners ist an der Seite grau mit schwarzen Spiegeln auf der Oberseite, genau diese schwarzen Spiegel machen ihn so gefährlich. Hier sitzen die Setae (Brennhaare) mit bis zu 600.000 pro Raupe.

  • Wie bekämpft man den Eichenprozessionsspinner?

    Da der Eichenprozessionsspinner die Gesundheit von Menschen und Tieren gefährdet, ist die Bekämpfung unbedingt dem Fachmann zu überlassen. Der Fachmann wird je nach Situation und Stadium der EPS-Larven die richtige Bekämpfungsmethode auswählen um die Belastung für Mensch und Tier gering zu halten. Von laienhaften Bekämpfungsversuchen wird dringend abgeraten.

  • Welcher Vogel frisst den Eichenprozessionsspinner ?

    Die Meisen verzehren die Raupen meist in den ersten beiden Stadien, in denen die Raupen noch keine Brennhaare gebildet haben. Regional wurden Meisenpopulationen beobachtet, welche wie Brennhaare von den Raupen abschüttelten. In den allermeisten Fällen stellen die Meisen das Fressen des EPS mit Erreichen des 3. Stadiums ein.

  • Was ist gefährlich am Eichenprozessionsspinner?

    Für Menschen und Tiere gefährlich sind die Brennhaare (Setae) ab dem 3. Larvenstadium des Eichenprozessionsspinners, also im Mai und Juni. Die nur 0,1 Millimeter langen Brennhaare lösen sich leicht von der Raupe ab, sie sind mit „Widerhaken“ (mehr eine Rosenform) versehen und enthalten das Eiweißgift „Thaumetopoein“. Dies ist nur ein Bestandteil des Cocktails. Dazu kommen diese Haare in großen Mengen vor, nach unseren „Hochrechnungen“ kann man die Brennhaare aus einem Baum mit 20 Nestern 2x um die Erde legen. Da sie fein wie Staub sind können sie Kilometerweit getragen worden. Das bedeutet, dass es einfach jeden treffen kann.

  • Wie kann der Mensch die Natur unterstützen?

    Nachhaltigkeit wird bei uns ganz großgeschrieben! Jeder der betroffen ist, aber auch jeder der nicht direkt betroffen ist kann etwas dazu beitragen. Die Natur ist der größte Gegenspieler der extrem stark wachsenden EPS Population. Raupenfliegen, Schlupfwespen, der große Puppenräuber oder kleine Puppenräuber sind die natürlichen Gegenspieler. Diese haben wir zu einem großen Teil verloren. Die Natur benötigt unsere Hilfe in Form von Blühstreifen für Insekten. Doldenblütler Doldenblütler sind hier die zu bevorzugenden Pflanzen, da diese den Insekten helfen! Warum Doldenblütler? Die Bienenwiese ist leider nicht für alle Insekten gleichermaßen geeignet. Die Biene hat ein langes Schlürforgan welches die Raupenfliege und Schlupfwespe nicht haben. Somit sind sie auf andere Nahrungsquellen angewiesen (Open Präsenter Blüten, Flache Blüten), die es leider nur noch selten gibt. Stichwort: Grüne Wüste! Lass in deinem Garten 5 qm Platz und unserer Insektenwelt was gutes angedeihen.

  • Wie verhalte ich mich in der Umgebung von Eichenprozessionsspinnern

    Bitte halten Sie Abstand und berühren Sie auf keinen Fall die Nester oder die Raupen. Die Nester sind hochgradig mit den Brennhaaren belastet. Informieren Sie auch Ihre Kinder und andere Menschen über die Gesundheitsgefahr von Eichenprozessionsspinner.

  • Muss ich den Befall von EPS einer Behörde melden?

    Es besteht keine gesetzliche Meldepflicht. Ein Befall an einem öffentlichen Platz (z.B. Park, Spielplatz, Straße) kann der Grünflächenverwaltung oder dem Gartenamt der Kommune und dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Tritt ein Befall im privaten Garten auf, muss dieser nicht gemeldet werden.

  • Zu welcher Jahreszeit erscheint der Eichenprozessionsspinner?

    Der Eichenprozessionsspinner schlüpft ungefähr dann, wenn die Eiche ihre Blätter austreibt. Das muss jedoch nicht zwingend der Fall sein, denn der EPS kann auch durch den Verzehr der Knospen überleben (er bohrt sich als Larve hinein). Grob gesagt ist der Eichenprozessionsspinner also ab dem Frühling aktiv. Schlüpfen tun die Raupen Anfang April bis Mitte Mai. 

  • Macht Spätfrost dem Eichenprozessionsspinner was aus?

    Dies muss ich mit Nein beantworten, der EPS kann auch als Raupe Temperaturen unter dem Gefrierpunkt verkraften

  • Wie überwintern die Eichenprozessionsspinner

    Die Raupen überwintern in den Eiern, die die Mutter nach der Paarung auf 1-2-jährige Zweige des Baumes ablegt. Meist im oberen Kronenbereich Südseitig

  • Von wo kommt der Eichenprozessionsspinner

    Der Eichenprozessionsspinner ist eine heimische Gattung die seit dem 18. Jahrhundert in der Literatur geschildert wird.

  • Wer trägt die Kosten für die Beseitigung des Eichenprozessionsspinners?

    Der Baumeigentümer steht in der Verkehrssicherungspflicht. Kommt er dieser nicht nach und es entsteht ein Schaden steht dieser in der Haftung gem. Deliktshaftung § 823 BGB (privater Baumeigentümer) bzw. hoheitliche Verkehrssicherungspflicht aus Amtshaftung § 839 BGB (kommunaler / städtischer Baumeigentümer). Somit ist der Eigentümer für Beauftragung bzw. Bezahlung der Beseitigung zuständig.

  • Mit welchen Kosten muss man bei der mechanischen Beseitigung rechnen

    Dies ist stark unterschiedlich! Von 100€ - 1000€ pro Baum ist möglich. Wenn man von einem geringen Befall ausgeht (bis 10 Nester) sollte ein Absaugvorgang zwischen 180€ und 350€ je Baum liegen. Arbeitsbühne, Personal (2 Mitarbeiter), Schutzausrüstung, Spezialsauger, Entsorgung

  • Wie teuer ist das besprühen eines Baumes mit Bioziden oder Nematoden

    Die Koten für den Sprüheinsatz vom Boden mit einem Großraumsprühgerät liegen bei der Verwendung von Bioziden zwischen 18€ und 80€ je Baum (preis ist Stückzahl abhängig). Der Einsatz von Nematoden ist teurer, hier muss die Anwendung wiederholt werden und somit kann man mit einer Verdopplung rechnen. Angebote von um oder unter 10€ sind fraglich. Die Anwendung von der Arbeitsbühne ist meist deutlich teurer, hier rechnen wir mit ca. 120€ je Baum Diese Preise sind deutschlandweite Durchschnittspreise.

  • Tipps zum Schutz gegen den Eichenprozessionspinner / Was hilft

    Sofern es eine Belastung mit Eichenprozessionsspinner in Ihrer Umgebung gibt empfehlen wir Kleidung außerhalb ihrer Wohnung / Haus ablegen und in einem luftdichten Beutel verpacken. Die "belastete" Kleidung im beutel zur Waschmaschine bringen und bei min. 60°C waschen. Die Raupenhaare sind nicht sichtbar. Unbedeckte Körperstellen z.B. mit einer Kleberolle bearbeiten um lose Setae (Brennhaare) aufzunehmen (Klebeband geht auch). Gründliche Dusche Betroffene Gegenstände mit reichlich Wasser abspülen Bei Hautreaktionen sollte der Hausarzt aufgesucht werden, bei Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren, bei Kontakt mit den Augen sofort einen Augenarzt aufsuchen.

  • Was hilft gegen Raupendermatitis?

    Sofern sie den Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner nicht vermeiden konnten und sie eine Raupendermatitis haben (mit Juckreiz und Quaddeln)

    Empfehlen wir die betroffenen Stellen zu kühlen (kühlende Umschläge). In der Apotheke kann man Gele oder Creme mit Kortison kaufen 0,5%, ist frei verkäuflich.  Antihistaminika in Tablettenform hilft auch. Achten sie bitte bei den Antihistaminika auf eventuelle Nebenwirkungen.

  • Nester des Eichenprozessionsspinner abbrennen

    Feuer hat bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners nichts zu suchen. Durch die hohen Temperaturen schädigt man nicht nur den Baum, sondern verteilt die Brennhaare großflächig. Die Raupen lassen sich dazu auch gerne absichtlich fallen damit sie überleben. Durch die Thermik werden die verwirbelten Brennhaare in der Umgebung verteilt.

  • Nester Verkleben durch Haarspray oder Zuckerwasser

    Hier gilt äußerste Vorsicht. Durch das Besprühen lösen sich auch hier Brennhaare vom Nest. Jegliche mechanische Maßnahmen sind fachkundigem Personal zu überlassen.

  • Nematoden gegen Eichenprozessionsspinner

    Nematoden sind winzige Fadenwürmer die für den Menschen und alle anderen Warmblüter ungefährlich sind. Sie sterben bei einer Temperatur von ca. 30 °C ab, UV-Strahlung schädigt sie auch. Warum Nematoden:

    • Sie Jagen aktiv ihre Beute
    • Sie sind ein Kontaktmittel
    • Sie unterliegen keinen Auflagen
    • Sie sind das frühst mögliche Mittel um die Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen
    • Sie Schützen die Vielfalt im Baum
    • Sie kommen natürlich in unserer Natur vor
     

  • Wieso stehen an manchen Radwegen Warnschilder? (ACHTUNG Eichenprozessionsspinner)

    Die Schilder weisen auf die Allergiegefahr durch den Eichenprozessionsspinner hin. In diesen Bereichen kommt der Eichenprozessionsspinner vor, dies bedeutet, dass sie diese Bereiche meiden sollten. Ein unnötiges Aufhalten sollte vermieden werden. Sofern sie diese Bereiche doch betreten sollten, gilt lange Kleidung tragen, Hunde an der kurzen Leine führen, Radfahrer wie Fußgänger sollten eine Schutzbrille sowie einen leichten Atemschutz tragen. Kleidung nach dem Betreten der Flächen auf 60°C waschen. Sind sie Allergiker sollten sie sich von diesen Flächen grundsätzlich fern halten.

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